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Deutscher Kinderschutzbund e.V.

Ortsverband Goslar, Rosentorstr. 27, 38640 Goslar Tel / Fax 0 53 21 / 2 20 20

Kinderrechte in der Landesverfassung


SandkastenWir erkennen an: Mädchen und Jungen haben ein Recht auf besonderen Schutz, auf Förderung und Beteiligung. Darum hat der Deutsche Kinderschutzbund Niedersachsen – u.a. in der landesweiten Kampagne "Nimm mich auf!" –, von den politisch Verantwortlichen unablässig gefordert, die Kinderrechte in der niedersächsischen Landesverfassung zu verankern. Zu unserer großen Freude ist dies 2010 geschehen. Damit wird ein zentraler Beitrag dafür geleistet, dass Kinder endlich als vollwertige Persönlichkeiten anerkannt werden, deren freie Entfaltung verfassungsmäßig geschützt ist. Doch was genau sind die Kinderrechte?

Die UN-Konvention definiert
•    das Recht auf kindgerechte Entwicklung,
•    das Recht auf gute Versorgung,
•    das Recht auf Schutz vor seelischer und körperlicher Gewalt,
•    das Recht auf Mitbestimmung.
Eine Zusammenfassung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes können Sie hier nachlesen. Der gesamte Abdruck der UN-Konvention über die Rechte des Kindes ist erhältlich beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die UN-Kinderrechtskonvention wurde am 20. November 1989 unterzeichnet.

Kinder benötigen in besonderem Maße Schutz und Förderung. Deshalb brauchen sie eigene Menschenrechte. Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) umfasst diese Rechte des Kindes und ist daher der wichtigste internationale Menschenrechtsvertrag für Kinder.


Kinderrechte ins Grundgesetz

Der Deutsche Kinderschutzbund fordert zu den Kinderrechten:

Die eigenen Rechte der Kinder sind in Deutschland unverzüglich ins Grundgesetz sowie in die Verfassungen der Länder und Gemeinden aufzunehmen.

Die UN-Kinderrechtskonvention ist in Deutschland umfassend zu verwirklichen. Insbesondere müssen
-    Kinder vor Gewalt und Ausbeutung geschützt werden, damit sie physisch und seelisch unversehrt aufwachsen können,
-    Kinder in ihrer Vielfalt geachtet werden,
-    Kinder in Bildung und Ausbildung Chancengerechtigkeit erfahren,
-    Soziale Gerechtigkeit und der Schutz der Umwelt für ein gesundes Aufwachsen von Kindern gewährleistet sein,
-    Kinder an allen sie betreffenden Belangen gemäß ihrem Entwicklungsstand angemessen beteiligt werden,
-    Die Förderung von Kindern und der Vorrang des Kindeswohls in allen Bereichen verwirklicht werden.

Die Kinderrechte sind bei allen  politischen und gesetzgeberischen Entscheidungen, bei Entscheidungen der Verwaltungen sowie in allen Einrichtungen und Angeboten für Kinder zu achten.

In einem neu zu schaffenden Artikel 2a sollen die Kinderrechte im Grundgesetz wie folgt verankert werden:

(1)    Jedes Kind hat das Recht auf Förderung seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten zur bestmöglichen Entfaltung seiner Persönlichkeit.

(2)    Die staatliche Gemeinschaft achtet, schützt und fördert die Rechte des Kindes. Sie unterstützt die Eltern bei ihrem Erziehungsauftrag.

(3)    Jedes Kind hat das Recht auf Beteiligung in Angelegenheiten, die es betreffen. Seine Meinung ist entsprechend seinem Alter und seiner Entwicklung in angemessener Weise zu berücksichtigen.

(4)    Dem Kindeswohl kommt bei allem staatlichen Handeln, das die Rechte und Interessen von Kindern berührt, vorrangige Bedeutung zu.

Die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz ist Voraussetzung für die
umfassende Umsetzung der Kinderrechte in der Gesellschaft und wird die Position

der Kinder im Rechtssystem stärken. Vor allem wäre dann eines unmissverständlich
klar: Kinder sind Träger eigener Grundrechte und haben besondere Rechte.

Die wichtigsten Kinderrechte in Kürze:     (evtl. nicht noch einmal aufführen??)

Recht auf elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause.

Recht auf Bildung und Ausbildung.

Recht auf gewaltfreie Erziehung und Privatsphäre.

Recht auf Gesundheit.

Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung.

Recht auf einen eigenen Namen und eine Staatsangehörigkeit.

Recht auf Gleichbehandlung.

Recht auf Betreuung bei Behinderung.

Recht auf freie Meinungsäußerung, Versammlung und Information.

Recht auf Hilfe in Notlagen.



Links:

Sorgentelefon: www.nummergegenkummer.de/cms/website.php?id=/de/index/kinder_und_jugendtelefon.htm

DKSB Landesverband Niedersachsen:
http://www.kinderschutzbund-niedersachsen.de/Start/c/100